RALLYE-BLOG 24/09 Nachtrag - Frische Fotos vom 19.05
Friedrichshafen, 19.05.2009. - 16:51 Uhr
Zurück in der Zivilisation ... dachten wir ...
Mehr darüber im Blog ...
Meilenweit für ein Kamel
Ist es eine gute Idee ein 20 Jahre altes Auto vor der unverhältnismäßigen Vergoldung durch die Verschrottungsprämie zu bewahren und damit 5000 km vom beschaulichen Allgäu in die jordanische Wüste zu „brettern“?
Mit Improvisationstalent, Überlebenswillen und einem Kopf voller Halbwissen und Ehrgeiz stürzen sich am 2. Mai 2009 sechs Menschen aus dem Rheinland als Team „StaubMaul“ in eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Erde: Der Allgäu-Orient Rallye
Die Rallye
Fakten
In 10 Tagen von Oberstaufen im Allgäu nach Amman in Jordanien
88 Teams mit je drei Fahrzeugen
Die Autos dürfen nicht mehr als 2.000 € kosten oder müssen mindestens 20 Jahre alt sein
Keine Autobahnen und Mautstrecken
Kein GPS oder andere elektronische Navigationshilfen
Max. 10,- € pro Person und Übernachtung
Ziel: das komplette Team muss mit mindestens einem Auto Amman erreichen und die Sonderprüfungen möglichst erfolgreich absolviert haben
Die Sieger bekommen ein Kamel
Die Sonderprüfungen
Die Sonderprüfungen sind bis zum Start streng geheim. Bis jetzt ist lediglich bekannt, dass von jedem Team ein Baum in Jordanien gepflanzt und eine möglichst große Kiste mit Kinderspielzeug dort verschenkt werden soll. Diese beiden „handlichen“ Utensilien müssen die Teilnehmer natürlich aus Deutschland in ihren rollenden Ersatzteillagern transportieren.
Die weiteren Spezialprüfungen erfordern immer den direkten Kontakt zu den Menschen in allen durchreisten Ländern. Bei den letzten Prüfungen in der jordanischen Wüste können sich die Fahrer richtig auf den gigantischen Sandpisten austoben und das letzte (noch Vorhandene) aus ihren Fahrzeugen herausholen.
Das Ziel
Am Ende der Rallye werden alle Autos in Jordanien für einen guten Zweck versteigert. Dieses „Einweg-Prinzip“ erhöht nicht unbedingt die Auswahl der Fahrzeuge in Sachen Güte und Langlebigkeit. Der Mehrwert des Low-Cost Prinzips dieser Veranstaltung fließt in humanitäre Projekte, wie z.B. den Aufbau einer Käserei für angesiedelte Beduinen oder den Aufbau eines internationalen Jugendbegegnungscamps. Die Rallye steht unter der Schirmherrschaft des World Food Program der Vereinten Nationenund des jordanischen Königshauses. Die orientalische Siegerehrung am 18. Mai ist fest im Kalender der jordanischen Royals notiert und wird auch von diesen durchgeführt.